Mein persönlicher Werdegang
Wie aus meinen persönlichen Fotos zu erkennen ist, habe ich mein Leben (oder meine Seele) dem Reisen verschrieben.
Auf der Suche nach Geheimnissen, nach Mystik und Magie bei fremden Völkern und Kulturen spielen sich Abenteuer nicht nur im Kopf, sondern auch in der Wirklichkeit ab. Fremde Länder zu bereisen, mit den dort lebenden Menschen Kontakt aufzunehmen, einige Zeit in diesen Ländern zu leben, Lebenserfahrungen zu sammeln, Geheimnisse zu ergründen..........dies war schon immer mein Traum. Diese Träume konnte ich teilweise während meiner Studentenzeit, teilweise nach Beendigung meines Studiums realisieren. Immer noch bin ich als Reiseleiter unterwegs, immer noch macht es Spaß, den Träumen meiner Jugend näher und näher zu kommen.
Südostasien
Schon während meiner Schulzeit faszinierte mich besonders Asien. Der Vietnamkrieg gab den Anlass, mich schon in den 60er und 70er Jahren besonders mit Indochina (Vietnam, Laos, Cambodia) und Myanmar zu beschäftigen. Bereisbar waren diese Länder damals jedoch noch nicht, und so konzentrierte ich mich auf Europareisen und Sprachaufenthalte in Frankreich, Spanien und Portugal. Obwohl ich eigentlich Ethnologie studieren wollte, landete ich irgendwie bei den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.
Auch während meiner Studentenzeit begann ich, Reisegruppen zu betreuen. Zuerst waren es amerikanische Highschool Kids, mit denen ich in Österreich und den Nachbarländern unterwegs war, später wurden es österreichische Studienreisegruppen durch ganz Europa. Einer der namhaften Veranstalter, für die ich unterwegs war, hatte ebenfalls eine Fernreiseabteilung und so landete ich 1976 zum ersten Mal in Asien: Sri Lanka - Singapur - Bali! In der Folge wurden Reiseleitungen in Europa auf Null reduziert, Asien jedoch stark ausgebaut. Aufenthalte in Indonesien und Thailand dienten auch zum Erlernen der einheimischen Sprachen, bei späteren Reisen kamen noch weitere asiatische Sprachen dazu.
Zentral- und Südamerika
Nach Beendigung meines Studiums kamen durch die verstärkte Nachfrage Reisen in lateinamerikanische Länder dazu. Peru, Bolivien und Brasilien waren ein heißes Pflaster in den 80 Jahren. Bald konnte ich auf eine breite Palette von interessanten Destinationen verweisen. Fotografieren und das Schreiben von Reise-Artikeln ergänzten meine Reisen.
Der Sturz der Roten Khmer
Die 80er Jahre kamen, und ich war der erste Österreicher, der nach dem Ende des Vietnamkrieges 1982 mit einer kleinen Gruppe Laos bereisen durfte. 1983 konnte ich nach Vietnam reisen, ein Jugendtraum wurde wahr, und 1984 bereiste ich mit Sondergenehmigung als erster Österreicher nach dem (offiziellen) Sturz der Roten Khmer Cambodia.
Nach weiteren Aufenthalten in Indochina, Thailand, Indonesien und Singapur kehrte ich Anfang der 90er Jahre zurück nach Österreich, wo ich bei Joe Far Tours landete. Asien und Lateinamerika wurde mit Ländern aus Afrika, dem Nahen Osten, sowie Australien erweitert.
Trekking-, Spezialtouren zu Bergstämmen
Auch die Attribute der Reisen verschoben sich im Laufe der Zeit immer wieder. Standen früher eher die „Studienreisen“ im Vordergrund, so sind in den letzten Jahren immer mehr Trekking-Touren, Bergstämme - Spezialtouren oder Pilot-Touren dazugekommen, wobei die Studienreisen nach wie vor einen hohen Stellenwert haben.
Besonders spannend für mich sind Erkundungstouren: alleine oder mit einem lokalen Agenten unternehme ich, je nach Zeitverfügung Reisen ins touristische Niemandsland - es gibt sie noch, spezielle Destinationen in Myanmar, in Cambodia, in Laos, in Äthiopien. Wenn ich dann diese „Entdeckungen“ interessierten Teilnehmern in Form einer Gruppenreise näher bringen kann, bin ich auch ein wenig stolz darauf.
Joe Far Tours
Mit einem sehr guten Team von Reiseleitern versuchen wir mit Joe Far Tours seit über 14 Jahren unsere Vorstellungen vom „Reisen“ zu verwirklichen - nicht nur zum Selbstzweck, sondern weil wir meinen, dass „Reisen“ zu einer der schönsten Aktivitäten zählt, die es gibt. Dabei soll die traditionelle „Barriere“ zwischen Reiseleiter und Reiseteilnehmer überwunden werden, indem man sich als „Reisefamilie“ versteht.
Alle ziehen am gleichen Strang, alle wollen eine schöne, interessante Reise mit einmaligen Erlebnissen, bei der der Reiseleiter aufgrund seiner Sachkenntnis und Erfahrung die Leitung hat.
Mein großes Anliegen
Mein großes Anliegen ist es, interessierten Reiseteilnehmern Land und Leute näher zu bringen.
Nicht nur ein reines „Bereisen“ der Länder interessiert mich, ich sehe es vielmehr als Aufgabe, einerseits völkerverbindend tätig zu sein, andererseits Denkanstöße über die eigene Lage in Österreich in Verbindung mit der Lebenssituation von Menschen in fremden, exotischen Ländern zu geben.
Dabei können gesellschaftspolische und kritische Punkte durchaus angebracht sein, hauptsächlich soll jedoch ein gewisses „Gefühl“ – vielleicht aus dem Bauch heraus - für das entsprechende Land mit seinen Menschen entwickelt werden. Reisen, nicht um Länder bzw. Destinationen abzuhaken, sondern um das Land zu „erspüren“ und wirklich „da“ gewesen zu sein.





